PraxisBlog

Der PraxisBlog liefert Ihnen in unregelmäßigen Abständen Artikel zu den Themen Tinnitus, Liebe, Psychologie, Entspannung und natürlich über unsere Praxis.


 

 

Innen-Leben - Ein DIY-Kartenset einfach zum downloden

"Wir  befinden  uns  in  einer  Situation  in  der  zugleich  Veränderung und Stillstand vorherrschen, eine Situation, die wir alle so noch nicht erlebt haben und die uns fordert, unsere Unsicherheiten  zu  bewältigen  und  zu  neuen  Routinen überzugehen. Je länger Ausgangssperren, Quarantäne und nicht zu enden scheinende furchtbare Nachrichten anhalten,  desto  mehr  steigen  auch  die  psychischen  Belastungen,  und  unsere  Psyche  hat  sich  schon  längst  an  der  extrem  ansteckenden  „Emokokke“  Angst  infiziert.  Während wir  also alle  zur  Zeit  unsere  Hände  schön  sauber  halten und  desinfizieren,  ist  unsere  Psyche  den  Angriffen  meist schutzlos  ausgeliefert.  Aber  wie  geht  das,  die  Psyche  zu reinigen,  zu  desinfizieren  oder  zu  immunisieren?  Und  was hilft uns, die häusliche Isolation trotz Einschränkungen gut zu überstehen? Um  uns  allen  etwas  Hilfe,  Sinn  und  Lichtblick  zu  geben, haben  wir  zur  Stärkung  unser  aller  Resilienz  und  psychischer Widerstandskraft das kleine Do-it-your-self-Kartenset INNEN-LEBEN  entwickelt. Mit  INNEN-LEBEN  bekommen Sie ein Werkzeug in die Hand, mit dem Sie Ihre ganz eigenen, auf Sie zugeschnittenen, stärkenden Sätze generieren können. Diese Sätze regen einerseits konkret Lösungen für spezifische Anliegen an. Auf der anderen Seite orientieren sie  sich  an  den  grundlegenden  menschlichen  Bedürfnissen  nach  Sicherheit,  Autonomie,  Beziehung  und  Selbstwertstärkung.  INNEN-LEBEN  funktioniert  somit  gleichermaßen als Krisenprävention und Krisenintervention – praktisch, simpel und daheim. Sie benötigen nur einen Computer,  einen  Drucker  und  eine  Schere." 
(Eine Initiative von Dr. med. Michael Bohne und Dr. Sabine Ebersberger, www.innen-leben.org/ueber-uns)

Link: Innen-Leben-Kartenset einfach downloden

 





 

 

mit Angst konstruktiv Umgehen

Wir befinden uns in einer einmalig außergewöhnlichen Situation. Sie bringt für alle Menschen einschneidende soziokulturelle Veränderungen auf vielen Ebenen zugleich mit sich. Veränderung, die sich auf unsere Lebens- und Arbeitsverhältnisse, unsere Beziehungen und auf liebgewonnene Alltagsrituale auswirken. Das bewirkt Verunsicherung. 

Unsicherheit hat etwas mit Angst zu tun. Angst ist so Wikipedia verwandt mit lateinisch angustus bzw. angustia für „Enge, Beengung, Bedrängnis“. Der Naturcoach Artur Dorsch schreibt: „Angst ist zunächst kein Problem. Sie ist eine natürliche Ressource, die wir in bestimmten Situationen fühlen und nutzen können. Sie ist überall in der Natur zu finden und erscheint mir daher natürlich. Beobachte beispielsweise ein Reh, das wittert. Es ist hellwach, nutzt seine stärksten Sinne (Hören und Riechen), um mit voller Präsenz wahrzunehmen, ob es eine Gefahr gibt oder nicht. Die Angst stellt dem Reh einige wesentliche Ressourcen zur Verfügung, wie erhöhte Wachsamkeit, volle Konzentration, verminderte Ablenkungsbereitschaft und die Unterscheidungsfähigkeit zwischen gefährlich und ungefährlich.
Erst nach diesem Wahrnehmungsgeschehen trifft das Reh die Entscheidung, was jetzt dran ist, fliehen oder weiteräsen, langsam in Deckung  gehen und abwarten etc…. Es findet einen angemessenen Umgang mit der Situation. Das ist wertvoll, denn würde es in jeder Situation fliehen, wäre das sehr energieraubend und gefährlich. Würde es niemals fliehen, wäre das ebenfalls gefährlich, weil es dann einen Jäger oder Räuber oder eine andere Gefahr nicht erkennt.
Wenn wir also Angst als natürliche Ressource nutzen können, brauchen wir eine wesentliche Unterscheidung: Habe ich Angst (als Ressource, die ich annehme) und gehe ich bewusst mit ihr um, oder hat die Angst mich, also bestimmt sie mich und geht sie mit mir um?"

 Drei wirksame Tools zum Umgang mit Angst:

Sehr hörenswert, auch für Laien

Vertrauen sei ein Bauchgefühl, sagen die einen. Andere meinen, es sei eine Herzensangelegenheit. Oder ist Vertrauen doch nur reine Kopfsache?

Wo im Menschen entsteht Vertrauen? Um dieser Frage nachzugehen, hat sich Podcast-Redakteur Philipp Eins mit dem Neurobiologen Professor Gerald Hüther getroffen. Der Hirnforscher von der Akademie für Potentialentfaltung in Göttingen untersucht seit Jahren, welche Auswirkungen Stress und Angst auf das Gehirn haben. Hüther sagt, nur mit der Fähigkeit, vertrauen zu können, ließen sich solch starke Emotionen bewältigen. Als Beispiel führt er den Überlebenswillen der Trümmerfrauen nach dem Zweiten Weltkrieg an. Man brauche eine „innere Motivation“, wenn man am Leben bleiben wolle, so Hüther. Welche Rolle dabei die Kompetenz des Einzelnen spielt sowie die Gemeinschaft, der er angehört, und die Zuversicht, dass alles wieder gut wird, erklärt er in dieser Podcast-Folge.

(Westlotto 04. März 2020)

> Link zum Podcast (29:04 Min)

 

Wolfram Eilenberger im Gespräch mit der Psychologin Verena Kast und dem Philosophen Wilhelm Schmid. Menschen sind Wesen, die trauern. Insbesondere nach dem Verlust eines geliebten Menschen stellt sich ein Gefühl der Leere, Betäubung und Sinnlosigkeit ein. Der Tod als letzte Grenze, die den Hinterbliebenen die Sprache verschlägt. Wie können wir lernen, mit Endlichkeit und Einsamkeit umzugehen? Welchen Stellenwert haben Trauer und Traurigkeit in einer Gesellschaft, die nach Glück und Leistung strebt? Und wie können wir trauernde Menschen in ihrem Leid begleiten? Wolfram Eilenberger sucht im Gespräch mit der Psychotherapeutin Verena Kast und dem Philosophen Wilhelm Schmid nach Wegen in ein Trauern, das die Tiefe des Schmerzes anerkennt, um aus ihm heraus neuen Sinn im Leben zu finden.

SRF-Kultur, Sternstunde Philosophie vom 14.10.2018

> Link zum YouTubeVideo (59:28 Min)

 

 

Haben Sie Schlafprobleme?

Till Roenneberg ist ein international anerkannter Biologe und Schlafforscher. Auf der Blauen Couch verrät er, was er von der Zeitumstellung hält, was im Schlaf mit uns passiert und, warum wir am besten unseren Wecker entsorgen sollten.

>> Link zur Radiosendung die blaue Coach Bayern 1, 05.02.2020, 28 Min)

Insbesondere an den Weihnachtsfeiertagen und in den letzten Tagen des Jahres kracht es in vielen Partnerschaften und Familien ganz gehörig: Geschenke kaufen, Plätzchen backen, zehn Weihnachtsfeiern besuchen und das eigene Fest organisieren - der Weihnachtsstress legt die Nerven blank. Unterschiedliche Erwartungen an die Festtage und der verständliche Wunsch nach Harmonie, leider oft um jeden Preis, tun das Ihrige dazu, die Gemüter aufzuheizen. Streit und Tränen sind da so gut wie vorprogrammiert.
Wenn du Dich nach einem Streit mit deinem Partner mal wieder fragst, warum du Dir das antust und wieso ihr nicht einfach friedlich zusammenleben könnt, verzage nicht. Die gute Nachricht ist: Paare können lernen, miteinander zu sprechen. Fragen Sie zunächst sich selbst: Was ist los, mit mir? Was würde mir guttun? Und dann kommunizieren Sie es. Und fragen Sie ebenfalls ihren Partner wie es ihm geht, was ihm guttun würde? Für viele Paare ein völlig neuer Weg. In einem Gespräch frei von Vorwürfen ergibt sich eine gute Lösung oft wie von selbst. 
" Eine Studie aus den USA untersuchte, wie sich regelmäßiges Streiten auf die Qualität der Beziehung und auf die Lebenserwartung der Partner auswirkt. Die Forscher fanden heraus, daß Streit für die Lebenserwartung sogar förderlich sein kann."

Weißt Du, warum die Blätter ihre Bäume verlieren?

Ein spannender Perspektivwechsel

Um den kalten Winter zu überstehen,verlangsamen Bäume die eigene Zirkulation der Lymphe zu dem, was am meisten Energie verbraucht - ihren Extremitäten. Aus diesem Grund gelangt Harz nicht mehr an die Blätter und sie fallen schließlich herunter. Dieser natürliche Mechanismus ermöglicht es den Bäumen, im folgenden Frühling wieder wunderschöne Sprossen und schöne grüne Blätter zu entwickeln.
In einer Welt, in der alles schneller und schneller voranschreitet, neigen wir dazu, die Verlangsamung als Energiemangel oder "schwache" Leistung wahrzunehmen. Aber es ist genau umgekehrt (...).
Die Verlangsamung ermöglicht Dir:
• Einen Schritt zurückzutreten
• Dich auf Deine Ziele neu zu konzentrieren
• Eine nachdenklichere Sichtweise anzunehmen
• Deine Prioritäten richtig festzulegen
• Dir Zeit zu sparen und Deinen Tag besser zu organisieren

(Deepak,Chopra, Online-Meditations-Wochen, 04.11.2019)

 

Geschieden oder verwitwet, angekommen im dritten Lebensabschnitt und alleine. Einen neuen Partner in sein Leben zu lassen ist aber nicht einfach – gerade ab einem gewissen Alter. Was, wenn man sich dann nochmals leidenschaftlich verliebt?

Ein hoffnungsvoller Filmbeitrag auf SRF über Schmetterlinge im Bauch, wenn man sie gar nicht mehr erwartet.

SRF-DOC 49:29 

Veröffentlicht: 18.01.2019

https://www.youtube.com/watch?v=VUF3Z-16Ssc

" Das Vorurteil, Psychotherapie sei bei älteren Menschen nicht sinnvoll, da sie keine Aussicht auf Erfolg habe, ist auch heute noch weit verbreitet. Dabei ist das Gegenteil längst erwiesen: sie erzielt sehr gute Erfolge und trägt erheblich zur Verbesserung der Lebensqualität bei.
Eine 52-seitige Broschüre mit dem Titel „Wenn die Seele krank ist“ wurde von der „Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen“ und der „Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung“ in einer aktualisierten Auflage herausgegeben. Sie beschreibt die häufigsten psychischen Erkrankungen und gibt einen Einblick in therapeutische Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere für ältere Menschen. Sie ist gedacht als Ratgeber für Ältere, aber auch für Angehörige, Hausärzte und andere Therapeuten. " (Quelle: Newsletter des VFP, Februar 2019)

>  Hier finden Sie die 52-seitige-Broschüre  

 

Bei allem was wir tun oder lassen, geht es letztendlich um die Befriedigung von Bedürfnissen. Sie sind der Antieb unserer Handlungen und erhalten unser Leben. Oft sind uns unsere momentanen Bedürfnisse aber gar nicht oder nur wenig bewusst und wir befinden uns stattdessen auf der Ebene der Strategien. Das ist die Art und Weise, wie wir selbst oder Andere unsere Bedürfnisse erfüllen können oder sollen. Sie möchten beispielsweise Gummibärchen essen? Oder ihr Partner soll die Geschirrspülmaschine ausräumen? Strategie oder Bedürfnis? Beide Male handelt es sich eben nicht um ein Bedürfnis, sondern um eine Strategie. Bedürfnis oder Strategie, das ist ein essentieller Unterschied! Wenn wir beides unterscheiden können, ergeben sich plötzlich viele neue unerwartete Handlungsmöglichkeiten (Strategien), um das antreibende Bedürfnis zu erfüllen. Probieren Sie es aus!
Welches Bedürfnis ist Ihnen momentan wichtig?